Demo 14.01.2026
Wir demonstrieren!
am 14.01.2026 vor dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
Wann? 11:00 bis 15:00 Uhr
Wo? Kapelle-Ufer 1, Berlin
„Warum jetzt schon wieder?!“, fragt ihr euch. Die Forschungsdekade zu postinfektiösen Erkrankungen wurde doch schon beschlossen.
Aktuell sehen wir Anzeichen dafür, dass die inhaltliche Gestaltung der Forschungsdekade ohne Beteiligung von Patientenorganisationen stattfindet. Die Forschungsdekade darf nicht am Bedarf der Betroffenen vorbeigeplant werden.
Keine Forschungsdekade im Alleingang!
Gleichzeitig drohen die klaren Empfehlungen der führenden Experten und Expertinnen, die am 17.12.2025 im Bundesforschungsausschuss gesprochen haben, nicht vom BMFTR umgesetzt zu werden.
Unter anderem: Fokus auf Medikamentenentwicklung und Therapiestudien!
Die Experten und Expertinnen haben am 17.12.2025 klar gesagt, was jetzt nötig ist. Diese Empfehlungen müssen umgesetzt werden.
Unsere zentralen Forderungen
(nach dem Fachgespräch vom 17.12.2025):
- Sofortige Auszahlung der 8 Mio. € an die Charité / NKSG
Die Mittel aus 2024 fehlen bis heute – und bremsen konkrete therapeutische Forschung aus. - Patientenbeteiligung auf höchster Partizipationsstufe
Frühzeitig, verbindlich, strukturell:
in Gremien, Förderrichtlinien, Antragsbewertung, als Forschungspartner. - Keine Förderung von psychosomatischen Ansätzen
Keine Förderung von psychosomatischen oder biopsychosozialen Modellen. Diese Umwege haben Jahrzehnte gekostet. - Fokus auf Therapieforschung und Medikamentenentwicklung von Beginn an, in wesentlicher Höhe
Parallel zur Grundlagenforschung – Keine weiteren Jahre ohne klinische Studien. - Kleine, gut designte Therapiestudien
Gezielte Phase-II-Studien mit klar definierten Patientengruppen – statt großer, diffuser Kohorten. - NKSG als Kern der Forschungsdekade
NKSG als Best-Practice-Modell: erfolgreiche Verbindung von Grundlagenforschung, tiefer Diagnostik, Biomarkern und parallelen Therapiestudien.
Die Nationale Klinische Studiengruppe funktioniert, liefert Ergebnisse, ist international Vorbild und muss gezielt ausgebaut werden. - Förderung nach Expertise – kein Gießkannenprinzip
Auf bestehendem biomedizinischen Wissen aufbauen. Negativbeispiel RECOVER (USA): 2 Mrd. USD breite Förderung, kaum klinische Studien, wenig Fokus bei der Mittelvergabe, keine klar definierten Kohorten, ME/CFS unberücksichtigt.
Ergebnis: bislang keine wirksamen Therapien. Diese Fehler dürfen sich nicht wiederholen. - Steuerungsgremien mit echter Fachkompetenz
Experten für ME/CFS und postinfektiöse Erkrankungen müssen entscheiden – nicht fachfremde Strukturen. - Förderung von Biotech-Startups
Schnelle Innovationszyklen auf Basis bekannter Pathomechanismen (z. B. Mitochondrien, Durchblutung).
Das ist der Grund, warum wir demonstrieren:
für wirksame Forschung – die zu wirksamen Medikamenten für Betroffene führt.